Volker Bierbrauer

Volker Bierbrauer (* 19. September 1940 in Kirn) ist ein deutscher Prähistoriker und Mittelalterarchäologe.

1969 promovierte er in München in Vor- und Frühgeschichte, die Habilitation bei Joachim Werner folgte 1977. 1979 wurde er an die Universität Bonn berufen. Von 1990 bis 2006 war er Inhaber des Lehrstuhls für Vor- und Frühgeschichte an der Ludwig-Maximilians-Universität in München. Nachfolgerin wurde 2007 Carola Metzner-Nebelsick.

Zu seinen Forschungsgebieten gehören die Geschichte von Goten und Langobarden, Siedlungsarchäologie im Alpenraum und Norditalien, der frühchristliche Bischofssitz in Säben oder Invillino-Ibligo in Friaul (in der Nähe von Tolmezzo) und Fragen der Kontinuität zwischen Antike und Mittelalter. Der zeitliche Rahmen seiner Arbeiten reicht vom 2. Jahrhundert v. Chr. bis ins 9. Jahrhundert n. Chr. Er hat wichtige archäologische Quellen im Alpenraum erschlossen und interpretiert.

Seit 2005 ist Bierbrauer ordentliches Mitglied der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, wo er der Kommission zur vergleichenden Archäologie römischer Alpen- und Donauländer angehört. Er war Mitglied des Steering Committee des Forschungsprogramms Transformation of the Roman World der Europäischen Wissenschaftsstiftung und ist Vorsitzender der internationalen Bewertungskommission des Römisch-Germanischen Zentralmuseums Mainz. Außerdem gehört er der Accademia degli Agiati in Rovereto und der ''Kommission zur Erforschung von Sammlungen Archäologischer Funde und Unterlagen aus dem Nordöstlichen Mitteleuropa'' an.
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