Klaus Goldmann

Klaus Goldmann (* 29. April 1936 in Guben) ist ein deutscher Prähistoriker.

Klaus Goldmann studierte zunächst Wirtschaftsingenieurwesen, bevor er 1963 zu Ur- und Frühgeschichte, Vorderasiatischen Altertumskunde, Ägyptologie und Völkerkunde wechselte, die er an der Freien Universität Berlin und der Universität zu Köln studierte. Die Promotion erfolgte 1970 mit einer Arbeit zum Thema ''Chronologische Gruppierung in der Älteren Bronzezeit'' an der Kölner Universität. Seit 1971 arbeitete er für das Museum für Vor- und Frühgeschichte der Staatlichen Museen zu Berlin. Dort wurde er 1973 zum Kustos, 1978 zum Oberkustos ernannt. 1974 wurde er zudem Leiter für den Auf- und Ausbau des Museumsdorfs Düppel. 1986/87 wurde Goldmann vom Museumsdienst freigestellt, um zur Verlagerungsgeschichte der Berliner Museen und Sammlungen im und nach dem Zweiten Weltkrieg forschen zu können. 1993 wurde er Mitglied in der Berlin-Brandenburgischen Museumskommission und war 1994 Mitglied der Delegation der Berliner Museen zum Puschkin-Museum in Moskau, wo ein Teil der Beutekunst begutachtet werden konnte. 2001 wurde er pensioniert.

Goldmann begann seine wissenschaftliche Tätigkeit mit Forschungen zur Bronzezeit, insbesondere der Seriation von Funden, wandte sich aber insbesondere in den 1980er und 1990er Jahren immer mehr der Geschichte der Prähistorischen Sammlungen Berlins, insbesondere der Verluste im Zuge des Zweiten Weltkrieges, zu. Daneben forschte er beispielsweise zum Berliner Goldhut und legte mit Günter Wermusch eine neue Lokalisierungstheorie für den versunkenen Ort Vineta vor. Für seine Verdienste um die deutschen Kulturgüter wurde Goldmann 1995 das Bundesverdienstkreuz verliehen.
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