Jochen Guck

Jochen Guck (* 1973 in Deutschland) ist ein deutscher Biophysiker.

Guck studierte Physik an der Universität Würzburg mit dem Diplom 1997 und wurde 2001 an der University of Texas at Austin promoviert und war ab 2002 Junior-Gruppenleiter und wissenschaftlicher Assistent an der Universität Leipzig (Institut für Physik der weichen Materie). 2007 wurde er Lecturer und 2009 Reader an der Universität Cambridge (Cavendish Laboratory) und 2012 erhielt er eine Humboldt-Professur an der TU Dresden, an der er den Lehrstuhl ''Zelluläre Maschinen'' hat.

Er untersucht die mechanischen und optischen Eigenschaften von Zellen und Geweben mit Anwendungen in der Medizin (Diagnose, regenerative Medizin). Dabei entwickelte er auch neue Methoden zum Beispiel in der Biophotonik (Anwendung von ''Optical Diffraction Tomography'' (ODT), ''Quantitative Phase Imaging'' (QPI)), wo er die Verteilung des inneren Brechungsindex (RI) der Zelle als Biomarker zum Beispiel für Differentiation, Krebs oder Infektion nutzt. Er untersucht die Mechanik von Zellen mit Rasterkraftmikroskopie und von ihm bzw. an seinem Labor entwickelten Methoden der Echtzeit-Verformbarkeitszytometrie (''Real-time Deformability Cytometry'', RT-DC) und des ''Optical Stretcher'' (eine optische Falle, in der Zellen kontaktfrei mit Licht deformiert werden).

Er erhielt den Young Scientist Award in Biomedical Photonics des Deutschen Krebsforschungszentrums Heidelberg.
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