Steffen Krieb

Steffen Krieb (* 1969 in Leihgestern) ist ein deutscher Historiker.

Steffen Krieb studierte von 1988 bis 1994 Mittlere und Neuere Geschichte, Anglistik und des Öffentlichen Rechts an der Justus-Liebig-Universität Gießen und der University of Leicester. Von 1994 bis 1997 war er Kollegiat des Graduiertenkollegs „Mittelalterliche und neuzeitliche Staatlichkeit (10. – 19. Jahrhundert)“ an der Universität Gießen. Er wurde 1997 promoviert mit einer von Gerd Althoff angeregten und von Werner Rösener begutachteten Arbeit über die Konfliktregelung im „deutschen“ Thronstreit. Von 1997 bis 2003 war er Wissenschaftlicher Mitarbeiter am SFB „Erinnerungskulturen“. Von 2004 bis 2010 war er Assistent am Lehrstuhl für Mittelalterliche Geschichte an der Justus-Liebig-Universität Gießen. Von 2010 bis 2016 war er Akademischer Rat am Historischen Seminar der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg. Krieb habilitierte sich 2016 im Fach Mittelalterliche Geschichte mit einer Arbeit zu den Erinnerungskulturen des Adels im späten Mittelalter.

Er wurde 2019 auf die W2-Professur auf Zeit (für 6 Jahre) für das Fach Mittelalterliche Geschichte mit dem besonderen Schwerpunkt Historische Grundwissenschaften im Rahmen eines gemeinsamen Berufungsverfahrens mit der Mainzer Akademie der Wissenschaften und der Literatur berufen. Im Rahmen seiner Professur ist er mit zwei Semesterwochenstunden in der Lehre tätig. Zugleich koordiniert er die Edition eines der großen Quellenwerke zur deutschen und europäischen Geschichte und leitet die Mainzer Arbeitsstelle der Regesten Kaiser Friedrichs III. (1440–1493). Er ist Mitglied der Historischen Kommission für Hessen.

Seine Forschungsschwerpunkte sind die Erinnerungskultur des spätmittelalterlichen Adels, Formen der Austragung und Beilegung von Konflikten, die ritterlich-höfische Kultur und die Selbstzeugnisse als Quellen zur Mentalitätsgeschichte.
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