Gerhard Richter

Bilder mit landschaftlichen Motiven stellen eine eigenständige Werkgruppe dar und beanspruchen eine herausgehobene Stellung in Richters Gesamtwerk. Obwohl schon 1965 einzelne Landschaftsbilder entstanden (''Landschaft'', ''Niagarafälle'', ''Waldstück'', ''Italienische Landschaft''), eröffnen für Dietmar Elger die ''Korsika''-Ansichten von 1968 (Werkverzeichnis 186-2, 199-201, 211, 212) nach Richters eigenen Fotografien die eigenständige Werkgruppe. Die offizielle Webseite von Gerhard Richter listet insgesamt 124 Landschafts-Werke auf, die zwischen 1965 und 2004 entstanden. Abgemalt wird auch dabei wieder von fremden oder eigenen Fotos, aber neu gegenüber der Schwarzweißmalerei ist die Verwendung von Farbe. Dazu passt die häufig zitierte Aussage Richters: „Ich hatte Lust etwas Schönes zu malen“. Bemerkenswert ist zudem, das Richter zwar offen das Schema von Caspar David Friedrich nachahmt („seitlich unbegrenzte Landschaften“ – „tiefgesetzter Horizont, ein hoher leerer Himmel, ein unbetonter Vordergrund“), aber im Gegensatz zu diesem ausdrücklich sogenannte Kulturlandschaften malt, also weder unberührte, fiktive oder idealisierte Weltlandschaften.
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