Henry Simonsfeld

Henry Simonsfeld (* 15. Oktober 1852 in Mexiko-Stadt; † 5. April 1913 in München) war ein deutscher Historiker, dessen Schwerpunkt auf den deutschen und italienischen Quellen und der Historiographie des Mittelalters, Venedigs und der Stauferzeit lag.

Geboren als Sohn eines Großkaufmanns, der früh verstarb, verbrachte Henry Simonsfeld seine Kindheit bei seiner Mutter im Heimatort seiner Eltern, im mittelfränkischen Ottensoos. Vom 6. bis zum 17. Lebensjahr besuchte er das königliche humanistische Gymnasium in Nürnberg. Er studierte ab November 1870 in München bei Wilhelm von Giesebrecht und ab dem Wintersemester 1872/73 bei Georg Waitz in Göttingen. Im Dezember 1873 legte er in München die Hauptprüfung aus den philologisch-historischen Fächern mit gutem Erfolg, 1876 das Spezialexamen aus der Geschichte mit sehr gutem Erfolg ab. 1873 bis 1876 war er an verschiedenen Schulen als „Klaßverweser“ tätig. 1898 wurde er außerordentlicher Professor für Geschichte und Historische Hilfswissenschaften.

Simonsfeld lehrte an der Universität München. 1908 gab er die Jahrbücher des deutschen Reiches unter Kaiser Friedrich I. heraus, eine Publikation, die ihm scharfe Kritik eintrug. Als sein Hauptwerk gilt seine Arbeit über den Fondaco dei Tedeschi und die deutschen Kaufleute in Venedig von 1887. 1889 folgte eine Arbeit über die deutsche Kolonie in Treviso. Neben der Geschichte Venetiens bildete die Epoche Friedrich Barbarossas, die Papst- und Konziliengeschichte, aber auch die Geschichte...
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