Egon Tschirch

Egon Tschirch gehörte 1919 neben Thuro Balzer, Rudolf Bartels, Walter Butzek, Bruno Gimpel und Hans Emil Oberländer zu den Gründungsmitgliedern der progressiven Vereinigung Rostocker Künstler.

Seine wichtigste Schaffensphase umfasst den Zeitraum 1919 bis Ende der 1920er Jahre. Äußerst experimentierfreudig probierte sich Tschirch als Maler in verschiedenen Stilrichtungen aus. Expressive Werke „des viel bewunderten, allerdings auch viel umstrittenen Egon Tschirch“ boten dabei regelmäßig Anlass zu kontroversen Diskussionen.

Herausragende Beispiele dieser Schaffensphase sind die Gemälde "Boote mit Fischern" (1922) im Rostocker Kulturhistorischen Museum und "Warnowfischer" (1923) in der Kunsthalle Rostock. mini|rechts|hochkant=0.9|''Das Hohelied Salomos'' (1923)

1923 schuf Tschirch seinen expressionistischen Bilderzyklus zum Hohelied Salomos. Auf dem Höhepunkt seines Schaffens betrachtete man ihn 1928 als „gegenwärtig stärkste Malerpersönlichkeit Mecklenburgs“, der mit Oskar Kokoschka verglichen wurde und dessen Bilder im Landesmuseum Schwerin Werken von Lovis Corinth gegenübergestellt wurden. miniatur|links|280x280px|''Köpfe'' (1921) miniatur|links|280x280px|''Reutergeld'' (1922)

Tschirch gilt auch als Meister der Porträtkunst, der Charakter- und Wesenszüge der Dargestellten äußerst prägnant erfassen konnte. Etliche Persönlichkeiten des Rostocker und Mecklenburger Bürgertums sind von ihm porträtiert worden. Exemplarisch dafür stehen die Bildnisse „Peter E. Erichson“ (1919), „Max Samuel“ (1920) und zwanzig nur mit Nummern bezeichnete „Köpfe“ (1921).

Der gleichermaßen schöpferische Gebrauchsgrafiker Tschirch illustrierte eine große Anzahl von Büchern und entwickelte sowohl das erste Verlagssignet des ...
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