J. M. R. Lenz : Biographie

Rezension: J.M.R. Lenz: geboren 1751 in Sesswegen (Livland) in ein lutherisches Pfarrhaus, gestorben 1792 in Moskau, "von keinem vermisst". Dazwischen liegen die Lebensstationen des bedeutenden Dichters des Sturm und Drang, die der emeritierte Hochschulgermanist (Münster) Kraft ausführlich... Ausführliche Beschreibung

1. Verfasser:
Verfasserangabe: Herbert Kraft
Format: Buch, Biografie
veröffentlicht: Göttingen: Wallstein-Verl., 2015
Umfang: 463 S.
Enthält auch: Livland -- Unter Grossherren und Kirchenherren -- Der Prediger -- Kindheit unter dem Zeichen des Katechismus -- Dorpat -- Eine gezeichnete Stadt -- J.M.R.L. -- Ein deutscher Diener -- Gottesgericht -- Aus einem Gemälde der menschlichen Gesellschaft -- Königsberg -- In der freiesten Stadt -- Belinde, Camilla -- Begegnung mit dem Lehrer der Menschheit -- Strassburg -- Printz aller hohen Thürnʹ -- Königliche freie Stadt -- Allemanden -- Geselligkeiten -- Wilhelmstag -- Eid oder Selbst -- Cleophe Fibich -- Setzung des Individuums -- Friederike Brion -- Sich ein Gewissen machen : Erster Teil -- Sich ein Gewissen machen : Zweiter Teil -- Wer ist der Vater? -- Liebesreigen : Erster Teil -- Ein Mensch ist sein Tauschwert -- Lass keinen Blinden und Lahmen ins Haus -- Blick in den Alltag 1774 -- Von dir entfernt dir immer nah -- Kandidat der Theologie -- Offenbarung als Geschichte -- Zeit statt Ewigkeit -- Der Berg des Sturms und Drangs -- Der Geist des Sturms und Drangs -- Cornelia Schlosser, Henriette Waldner von Freundstein -- Der neue Perseus -- Kindsmörder und Selbsthelferin -- Eine Sprache nach der Natur -- Liebesreigen : Zweiter Teil -- Homo ex machina -- Herrschaft : ein Familiengemälde -- Grosse Kerle -- Eine Frau moralisch machen -- Abschied von Strassburg -- Weimar, Berka -- Der Matz von Weimar -- Weltgeisterei -- Eine Erinnerung an Sesenheim -- Karl, Wolf und Jacob -- Rauschendes Glück -- Der Soldat als Bürger -- Lazarus -- Der Weg zum Ich endet vor ihm -- Allwill -- Frauen -- Vertretungslehrer -- Der gute Wille reisst noch keine Schranken ein -- Herrschaft privat -- Abschied von Kochberg -- Form und Namen -- Abschied von der Weltgeisterei -- Emmendingen, Basel, Zürich und anderswo -- Einzelheit ohne Gewicht -- Die Geschichte von der Moral unter den Allerärmsten -- Der Adel und der edle Bürger -- Sʹist alles verloren an Michael Lenz -- Aporien der Aufklärung -- Lenzens Unfall -- Waldersbach -- Der Vater des Steintals -- Hieroglyphen -- Der lange Weg zurück nach Livland -- Schuster und Jäger -- Hilfe aus Weimar -- Riga, Dorpat -- Leben in der Hauptstadt Livlands -- Das sechsundsechzigste Melodrama -- St. Petersburg, Dorpat -- Der literarischen Welt abhanden gekommen -- Petropolis -- Ein Russe -- Julie von Albedyll -- Die Ständegesellschaft auf den Begriff gebracht -- Moskau -- Wäre doch die Moskwa der Rhein! -- Revolution -- Der Schmerzenssohn -- Verdienst, Talent, Geschmack -- Lehrling, Geselle, Meister -- Blick in den Alltag 1785 -- Ach, es war noch allerlei -- Eine andere Denkordnung -- Der Hetzer -- Linz, Lunz, Lands -- Von keinem vermisst -- Anhang -- Anmerkungen -- Literatur -- Register -- Nachwort.
Schlagworte:
RVK-Notation: GK 5314
17.71
18.10
Buchumschlag
Gespeichert in:
Titelvarianten: Jacob Michael Reinhold
Zusammenfassung: Rezension: J.M.R. Lenz: geboren 1751 in Sesswegen (Livland) in ein lutherisches Pfarrhaus, gestorben 1792 in Moskau, "von keinem vermisst". Dazwischen liegen die Lebensstationen des bedeutenden Dichters des Sturm und Drang, die der emeritierte Hochschulgermanist (Münster) Kraft ausführlich beschreibt: Dorpat, Königsberg, Strassburg, Weimar/Berka, Livland, Riga, St. Petersburg. Von Lenz' Werken sind uns gerade noch die Dramen "Der Hofmeister" und "Die Soldaten", vielleicht auch noch "Der neue Mendoza" geläufig, weniger die Gedichte, die Übersetzungen, die kritischen Schriften. Die Orte und Lebensbedingungen werden in diesem Buch jeweils interessant beschrieben, das Werk sehr ausführlich zitiert und besprochen. Der Stil ist zurückgenommen, sodass das erschütternde Schicksal des Dichters Lenz nicht wirklich fesselt oder berührt. Die vielfältigen Verbindungen zu Goethe (Strassburg und Weimar) werden aufgearbeitet und die Ausweisung aus Weimar neu beleuchtet. Goethe schreibt von "Lenzens Eseley", hat aber die Ausweisung nicht selbst betrieben. Leider ohne Nach- oder Vorwort bzw. Zeittafel. Üppige Literaturliste. (3)
Fussnoten: Literaturverz. S. 409 - 446.
ISBN: 3835316478
9783835316478
IAN: 9783835316478